Zum Inhalt springen
GO Medics
Zurück zur Übersicht

Immer mehr Frauen entdecken die Lösung gegen Haarausfall (Teil 2)

GO Medics· 18. September 2026
"Haarausfall bei Frauen" „dünnes Haar Frauen“, „PRP Haare Frauen“ und „Haartransplantation Frauen Kroatien“

Haarausfall wird häufig mit Männern in Verbindung gebracht – doch auch viele Frauen sind davon betroffen. Dünner werdendes Haar, ein breiter werdender Scheitel oder sichtbar weniger Haardichte können für Betroffene psychisch belastend sein. Gleichzeitig ist Haarausfall bei Frauen nicht immer auf dieselbe Ursache zurückzuführen: Hormone, genetische Veranlagung, Stress, Nährstoffmangel, Erkrankungen der Schilddrüse oder andere Faktoren können eine Rolle spielen. Die gute Nachricht: Je nach Ursache stehen heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Minoxidil, PRP-Therapien und – bei dauerhaft verloren gegangenen Haaren – Haartransplantationen.

Warum werden die Haare bei Frauen dünner?

Nicht jeder Haarausfall ist gleich. Während manche Frauen vorübergehend vermehrt Haare verlieren, entwickelt sich bei anderen über Jahre eine zunehmende Ausdünnung.

Eine besonders häufige Form ist der sogenannte Female Pattern Hair Loss (FPHL), also der weibliche Haarausfall nach einem typischen Muster. Dabei nimmt die Haardichte insbesondere im Bereich des Mittelscheitels und am Oberkopf ab. Die vordere Haarlinie bleibt dagegen häufig relativ gut erhalten.

Bei dieser Form des Haarausfalls werden die Haarfollikel mit der Zeit kleiner. Die Haare werden dadurch feiner und wachsen kürzer. Für die Betroffene entsteht häufig zunächst der Eindruck, dass die Haare einfach „immer dünner“ werden.

Daneben gibt es zahlreiche weitere Ursachen. Dazu zählen beispielsweise hormonelle Veränderungen, bestimmte Erkrankungen, Stress oder Mangelzustände. Deshalb sollte neu auftretender oder stärker werdender Haarausfall zunächst ärztlich abgeklärt werden.

Dünnes Haar oder Haarausfall – wo liegt der Unterschied?

Dünnes Haar bedeutet nicht automatisch, dass dauerhaft Haarfollikel verloren gegangen sind.

Bei manchen Frauen nimmt vor allem der Durchmesser der einzelnen Haare ab. Die Anzahl der vorhandenen Follikel kann dabei noch relativ hoch sein. In solchen Fällen können Maßnahmen, die vorhandene Follikel unterstützen, sinnvoll sein.

Sind dagegen bestimmte Bereiche bereits dauerhaft haarlos geworden, kann eine andere Strategie erforderlich sein.

Das ist ein wichtiger Unterschied:

  • Dünnes, geschwächtes Haar → vorhandene Follikel stärken
  • Dauerhaft kahle Bereiche → möglicherweise Haartransplantation

In der Praxis können beide Situationen auch gleichzeitig auftreten.

Minoxidil: Eine der wichtigsten konservativen Behandlungsmöglichkeiten

Minoxidil gehört zu den am besten untersuchten Wirkstoffen gegen weiblichen Haarausfall. Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass topisches Minoxidil bei Female Pattern Hair Loss die Haardichte verbessern kann. Eine Cochrane-Auswertung fand beispielsweise einen Vorteil von Minoxidil gegenüber Placebo bei der selbst eingeschätzten Haarregeneration.

Wie funktioniert Minoxidil?

Minoxidil wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Der Wirkstoff beeinflusst den Haarzyklus und kann insbesondere die Wachstumsphase der Haare unterstützen. Ziel ist es, miniaturisierte Haarfollikel möglichst lange aktiv zu halten und die vorhandenen Haare wieder kräftiger erscheinen zu lassen.

Minoxidil ist allerdings kein Sofortmittel. Eine sichtbare Verbesserung braucht in der Regel mehrere Monate. Außerdem muss die Behandlung langfristig fortgeführt werden, wenn der erreichte Effekt erhalten bleiben soll.

Mögliche Nebenwirkungen können unter anderem Hautreizungen oder unerwünschter Haarwuchs außerhalb der Kopfhaut sein. Bei der Anwendung sollte deshalb die ärztliche Empfehlung berücksichtigt werden.

Wichtig: Minoxidil sollte während Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Auch eine orale Einnahme von Minoxidil sollte nicht eigenständig begonnen werden, sondern gehört in ärztliche Hände. Eine aktuelle internationale Expertenempfehlung beschäftigt sich ebenfalls mit der kontrollierten Anwendung von niedrig dosiertem oralem Minoxidil bei Frauen.

PRP gegen Haarausfall: Was steckt dahinter?

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma).

Dabei wird der Patientin zunächst eine kleine Menge Blut abgenommen. Das Blut wird anschließend aufbereitet, sodass eine thrombozytenreiche Plasmafraktion entsteht. Diese wird anschließend gezielt in die Kopfhaut injiziert.

Die Idee dahinter: Die im PRP enthaltenen Blutplättchen setzen verschiedene Wachstumsfaktoren frei, die das Umfeld der Haarfollikel beeinflussen können.

PRP wird deshalb insbesondere dann interessant, wenn noch vorhandene, aber geschwächte Haarfollikel vorhanden sind.

Was sagen wissenschaftliche Studien?

Die Forschung zu PRP ist vielversprechend, aber noch nicht so eindeutig wie die zu Minoxidil.

Eine aktuelle randomisierte Studie bei Frauen mit Female Pattern Hair Loss verglich PRP mit anderen autologen Blutplättchenpräparaten. Nach 24 Wochen zeigten sich in allen untersuchten Gruppen Verbesserungen der Haardichte; allerdings waren einige der anderen Präparate in dieser Studie dem klassischen PRP überlegen.

Auch eine systematische Übersichtsarbeit aus 2024 untersuchte die Kombination aus PRP und Minoxidil. Die eingeschlossenen Studien zeigten insgesamt bessere Ergebnisse für die Kombination als für Minoxidil allein. Gleichzeitig stuften die Autoren die Evidenz aufgrund kleiner Studien, unterschiedlicher PRP-Verfahren und teilweise hohem Verzerrungsrisiko nur als niedrig bis sehr niedrig ein.

Das bedeutet: PRP kann eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit sein, sollte aber nicht als Wundermittel dargestellt werden.

Welche Vorteile hat PRP?

  • Es wird körpereigenes Blut verwendet.
  • Es handelt sich um eine minimalinvasive Behandlung.
  • Die Behandlung kann bei geschwächten, noch vorhandenen Haarfollikeln sinnvoll sein.
  • PRP kann mit anderen Therapien kombiniert werden.
  • Die Behandlung kann auch im Umfeld einer Haartransplantation eingesetzt werden.

Welche Nachteile gibt es?

  • Mehrere Sitzungen können notwendig sein.
  • Die Behandlung ist nicht bei jeder Form des Haarausfalls sinnvoll.
  • Die wissenschaftliche Datenlage ist noch uneinheitlich.
  • Die Ergebnisse unterscheiden sich von Patientin zu Patientin.
  • PRP kann dauerhaft verlorene Haarfollikel nicht einfach zurückbringen.

Gerade deshalb ist eine vorherige Diagnostik der Kopfhaut wichtig.

Erfahrungen mit PRP: Was berichten Patientinnen?

Erfahrungsberichte zu PRP sind häufig positiv – insbesondere wenn es um weniger Haarausfall, kräftiger wirkendes Haar und eine bessere optische Haardichte geht.

Solche persönlichen Erfahrungen sind jedoch nicht mit wissenschaftlichen Studien gleichzusetzen. Ein Behandlungserfolg bei einer Patientin bedeutet nicht automatisch, dass dieselbe Wirkung bei jeder anderen Patientin zu erwarten ist.

Auch spezialisierte Kliniken dokumentieren ihre Ergebnisse teilweise mit Vorher-Nachher-Fotos und beobachten Veränderungen über mehrere Behandlungen hinweg. Die Poliklinika Maletić beschreibt beispielsweise eine schrittweise Verbesserung der Haarqualität und der sichtbaren Haardichte nach PRP-Behandlungen und empfiehlt eine individuelle Beurteilung der Kopfhaut vor der Therapie.

Das ist aus Patientensicht entscheidend: Nicht die Therapie sollte am Anfang stehen, sondern die Diagnose.

Wann kommt eine Haartransplantation bei Frauen infrage?

Eine Haartransplantation kann interessant werden, wenn Haare in bestimmten Bereichen dauerhaft verloren gegangen sind und dort keine ausreichende Regeneration mehr zu erwarten ist.

Bei einer FUE-Haartransplantation werden einzelne follikuläre Einheiten aus einem geeigneten Spenderbereich entnommen und in die ausgedünnten oder haarlosen Bereiche eingesetzt.

Bei Frauen ist die Situation allerdings häufig komplexer als bei Männern.

Denn bei einem diffusen Haarausfall kann auch der Spenderbereich betroffen sein. Deshalb ist eine sorgfältige Untersuchung besonders wichtig.

Eine Haartransplantation sollte daher nicht automatisch die erste Behandlung sein. Sie kann vielmehr dann sinnvoll werden, wenn:

  • die Ursache des Haarausfalls bekannt ist,
  • der Haarausfall ausreichend stabilisiert wurde,
  • genügend geeignete Spenderhaare vorhanden sind,
  • bestimmte Bereiche dauerhaft ausgedünnt oder haarlos sind,
  • und realistische Erwartungen an das Ergebnis bestehen.

FUE-Haartransplantation: Moderne Methode für dauerhaften Haarersatz

Bei der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) werden einzelne Haarwurzeleinheiten aus dem Spenderbereich entnommen und anschließend in die Empfängerregion eingesetzt.

Ein Vorteil der Methode ist, dass dabei kein länglicher Hautstreifen entfernt werden muss. Stattdessen werden die Follikel einzeln entnommen.

Die Poliklinik Nova in Split bietet FUE-Haartransplantationen an und beschreibt die Methode als minimalinvasives Verfahren unter lokaler Betäubung. Die Klinik wird von der Dermatologin Dr. Vana Kljaković Gašpić geführt, die sich auf Erkrankungen der Kopfhaut und Haartransplantation spezialisiert hat. Nach Angaben der Klinik wurden bereits mehr als 1.000 Haartransplantationen durchgeführt.

Auch die Poliklinika Maletić in Zagreb bietet FUE an und führt darüber hinaus DHI, Sapphire und STRIP/FUT-Verfahren durch. Welche Methode geeignet ist, hängt laut Klinik von der individuellen Ausgangssituation und dem gewünschten Ergebnis ab.

PRP und Haartransplantation – kann man beides kombinieren?

Ja. In bestimmten Fällen kann die Kombination sinnvoll sein.

Die Grundidee ist einfach:

  • Haartransplantation = dauerhaft fehlende Haare ersetzen
  • PRP = vorhandene Haare und das Umfeld der Haarfollikel unterstützen

Die Poliklinika Maletić setzt PRP beispielsweise auch im Zusammenhang mit Haartransplantationen ein und beschreibt eine Anwendung zur Unterstützung der Regeneration nach dem Eingriff sowie zur Stärkung bestehender Haare.

Ob eine solche Kombination tatsächlich sinnvoll ist, muss allerdings individuell entschieden werden.

Was kann man gegen dünnes Haar tun?

Bei dünnem Haar sollte zunächst herausgefunden werden, warum es dünn geworden ist.

Je nach Ursache können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein:

1. Medizinische Ursachen abklären

Bei ausgeprägtem oder neu aufgetretenem Haarausfall können unter anderem hormonelle Faktoren, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder andere Ursachen eine Rolle spielen. Eine ärztliche Untersuchung kann helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen.

2. Vorhandene Haare unterstützen

Bei Female Pattern Hair Loss ist topisches Minoxidil eine der am besten untersuchten Behandlungsmöglichkeiten und gilt weiterhin als wichtige Erstlinientherapie.

3. PRP erwägen

Wenn noch ausreichend aktive, aber geschwächte Follikel vorhanden sind, kann eine PRP-Behandlung eine zusätzliche Option sein.

4. Haarpflege optimieren

Aggressive chemische Behandlungen, häufiges starkes Erhitzen oder sehr straffe Frisuren können die Haarfaser zusätzlich belasten. Eine schonende Haarpflege kann zwar die Ursache eines genetischen Haarausfalls nicht beseitigen, aber dazu beitragen, Haarbruch und zusätzliche Belastungen zu reduzieren.

5. Bei dauerhaftem Haarverlust über eine Transplantation sprechen

Wenn bestimmte Bereiche dauerhaft haarlos geworden sind, kann eine Haartransplantation eine Option sein.

Wie kann GO Medics unterstützen?

Für Patientinnen aus Österreich und Deutschland kann die Suche nach einer geeigneten spezialisierten Haarklinik im Ausland zunächst kompliziert wirken.

  • Welche Behandlung ist überhaupt sinnvoll?
  • Reicht Minoxidil?
  • Ist PRP sinnvoll?
  • Oder wäre eine Haartransplantation die bessere Lösung?
  • Und welche Klinik verfügt über die entsprechende Erfahrung?

Genau hier setzt GO Medics an.

Als Vermittler für medizinische Behandlungen in Kroatien unterstützt GO Medics Patientinnen und Patienten bei der Auswahl geeigneter Behandlungspartner und bei der Organisation des Behandlungsprozesses.

Für Haarbehandlungen arbeitet GO Medics unter anderem mit spezialisierten Partnern wie der Poliklinika Maletić in Zagreb und der Poliklinika Nova in Split zusammen.

Bei Maletić stehen neben Haartransplantationen unter anderem PRP, Laserbehandlungen zur Wachstumsstimulation, Kopfhaut-Mesotherapie und weitere regenerative Verfahren zur Verfügung. Die Klinik bietet außerdem eine trichoskopische Kopfhautdiagnostik an.

Bei Poliklinika Nova liegt ein Schwerpunkt auf Dermatologie, Trichologie und FUE-Haartransplantation.

Damit kann je nach Ausgangssituation ein unterschiedlicher Behandlungsweg in Betracht kommen:

Dünnes, geschwächtes Haar

→ Diagnostik
→ konservative Behandlung
→ eventuell PRP

Fortschreitender Haarausfall

→ medizinische Abklärung
→ Stabilisierung des Haarausfalls
→ gegebenenfalls PRP oder weitere Therapie

Dauerhaft kahle Bereiche

→ Prüfung der Eignung für eine Haartransplantation
→ FUE bzw. andere geeignete Methode

Diffuse Ausdünnung + dauerhaft fehlende Bereiche

→ möglicherweise Kombination verschiedener Behandlungsmöglichkeiten

Fazit: Haarausfall muss nicht einfach hingenommen werden

Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben und sollte deshalb nicht ausschließlich als kosmetisches Problem betrachtet werden.

Minoxidil gehört zu den am besten untersuchten Behandlungsmöglichkeiten bei weiblichem Musterhaarausfall. PRP kann insbesondere bei noch vorhandenen, geschwächten Haarfollikeln eine interessante Ergänzung darstellen – wobei die wissenschaftliche Datenlage noch nicht endgültig geklärt ist. Eine Haartransplantation kommt dagegen vor allem dann infrage, wenn Haare dauerhaft verloren gegangen sind und genügend geeignete Spenderhaare vorhanden sind.

Entscheidend ist deshalb ein individueller Behandlungsplan statt einer Standardlösung.

Wer sich für eine Behandlung in Kroatien interessiert, kann über GO Medics zunächst klären lassen, welche Möglichkeiten bei der jeweiligen Ausgangssituation infrage kommen. Gemeinsam mit spezialisierten Partnerkliniken wie Poliklinika Maletić in Zagreb und Poliklinika Nova in Split kann anschließend geprüft werden, ob beispielsweise eine PRP-Behandlung, eine andere regenerative Therapie oder eine Haartransplantation sinnvoll ist.

Denn das Ziel sollte nicht einfach „mehr Haare“ sein – sondern eine Behandlung, die zur individuellen Ursache des Haarausfalls passt.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung. Insbesondere bei plötzlich auftretendem, starkem oder unklarem Haarausfall sollte zunächst eine dermatologische bzw. ärztliche Abklärung erfolgen.

GO Medics unterstützt Patientinnen dabei, geeignete medizinische Behandlungsmöglichkeiten zu finden und organisiert auf Wunsch die Behandlung bei spezialisierten Partnerkliniken in Kroatien.

Interessiert an einer Behandlung?

Jetzt kostenlos beraten lassen